Familie

Regenbogenfamilien: Beratung, Gruppen und Fortbildung

Zu Themen, die in unserer Beratung oft auftauchen, bieten wir auch Gruppenberatungen an. Der Verlauf ist ähnlich wie bei einer Einzelberatung; zusätzlich kann der Austausch mit anderen helfen, eigene Positionen zu verstehen oder zu entdecken.

Mit „Gruppe“ ist also kein fortlaufendes Gruppenangebot gemeint, sondern dass der einzelne Termin einer Gruppe an Interessieren offensteht statt nur einzelnen Interessierten.

Aktuell gibt es Gruppenberatungen zu diesen beiden Themen:

Ort:
rubicon, Rubensstraße 32, 50676 Köln
– Der Raum ist nicht sehr groß; bitte meldet euch vorher an, damit wir euch fest zusagen können, dass ihr reinkommt.
– Wenn ihr an dem Tag nicht ins rubicon kommen könnt, tragen wir euch gerne ein in unsere Liste für eine online-Veranstaltung zum selben Thema.

Kontakt:
Ines-Paul Baumann (er & sie / keins)
ines-paul.baumann@rubicon-koeln.de
Tel. 0221 – 27 66 999 – 37

Wir sind auch offen für weitere Themenvorschläge für Gruppenberatungen.

…für Regenbogenfamilien aus Köln und Umgebung

Auf regenbogenfamilien-koeln.de können sich lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und queere Eltern informieren über bestehende Gruppen, aktuelle Termine und Veranstaltungen rund um das regenbogenbunte Familienleben in Köln. In einem Blog haben Regenbogenfamilien die Möglichkeit aus ihrem Alltag zu berichten: www.regenbogenfamilien-koeln.de

…für Regenbogenfamilien aus ganz NRW

regenbogenfamilien-nrw.de ist ein aktuelles Infomations-Portal zum Thema Regenbogenfamilien mit Hinweisen auf Gruppenangebote und Veranstaltungen in ganz Nordrhein-Westfalen: www.regenbogenfamilien-nrw.de

Da es einige Rückfragen gab:

Als Arbeitsbereich Regenbogenfamilien des rubicon hatten wir uns entschieden, das Screening des Films „Mutter Mutter Kind – Let’s do this differently“ von Annette Ernst am 10. Oktober 2022 in Köln moderativ zu begleiten. Das Screening selbst und das anschließende Q&A-Gespräch mit der Regisseurin war bereits im Vorfeld durch den Filmverleih organisiert worden.

Wir können nachvollziehen, dass über den Begriff der Kooperation der Eindruck entstanden ist, wir würden den Film unkritisch befürworten und unterstützen. Unser Ansinnen war jedoch die – wie wir finden auch dringend notwendige – kritische Begleitung und diskursive Einbettung des Films. Über eine hetero- und cisnormativitätskritische sowie diskriminierungssensible Moderation sahen wir die Chance gegeben, einerseits Stimmen des Films Gehör und Aufmerksamkeit zu verschaffen, die im gesellschaftlichen Diskurs kaum oder gar nicht gehört werden: den Stimmen der in Regenbogenfamilien lebenden Kinder. Andererseits sahen wir die dringende Notwendigkeit, queerfeindlichen Passagen des Films etwas entgegensetzen zu müssen bzw. in einen Austausch mit der Regisseurin über Beweggründe für bestimmte Entscheidungen zu gehen und diese infrage zu stellen. Darüber hinaus leiteten wir das Screening mit einer Content Notification bezüglich der enthaltenen Homo- und Transfeindlichkeiten ein.

Als Fachkräfte zum Thema Regenbogenfamilien und lebensweltliche Expert*innen sehen wir es als unsere Verantwortung an, in Diskurse zu intervenieren und mediale Repräsentationen nicht unkommentiert zu lassen. Filme als Teil medialer Diskurse sind in vielfacher Hinsicht ambivalent und sollen mitunter anregen zu kritischer Rezeption – neben durchaus gelungenen Dekonstruktionen tradierter Vorstellungen und berührenden Einblicken in lebensweltliche Praktiken queerer Menschen, sind immer wieder auch homo- und transfeindliche Äußerungen im Film enthalten: hier gilt es weiterhin diese aufzuspüren, zu benennen und kritisch zu kommentieren.

Unser Ansinnen war es die – wie wir finden auch dringend notwendige – kritische Begleitung und diskursive Einbettung der Filmpremiere in Köln zu initiieren.
Wir bedauern, dass bei einigen Regenbogenfamilien der Eindruck entstanden ist, dass wir den Film unkritisch befürworten und unterstützen und möchten uns für diese unbeabsichtigte Wirkung entschuldigen.

Das Pat_innenprogramm „Laura und Laurenz“ des SkF e.V. macht sich in Kooperation mit dem rubicon für ehrenamtlichen Familienzuwachs aus der LGBTIQ*-Community stark. Gemeinsam wollen wir schauen, was zusammengeht. Viele Eltern wünschen sich Ersatzgroßeltern oder Pat_innen für ihre Kinder – von der frühen Hilfe kurz nach der Geburt eines Kindes über gemeinsame Unternehmungen mit Klein- und Schulkindern bis hin zur Begleitung durch die Untiefen der Pubertät – das alles ist im Rahmen der Patenschaften möglich.

Was sollten Pat_innen und Ersatzgroßeltern mitbringen? Lust, sich auf eine Familie einzulassen und die eigenen Lebenserfahrungen in eine Beziehung einzubringen, ein Gefühl für Nähe und Distanz und die Bereitschaft, einen Teil des Lebens mit einem Kind und seinen Eltern gemeinsam zu gehen. Die Phase des Kennenlernens und Eingewöhnens wird durch den SkF e.V. eng betreut und auch danach ist immer jemand da, wenn es Fragen oder Klärungsbedarf gibt. Austausch-, Schulungs- und Fortbildungsangebote gehören selbstverständlich dazu. Über die Einsatzzeiten und Einsatzorte entscheiden die Ehrenamtlichen in Abstimmung mit den Familien selbst.

Interessent*innen können sich gerne bei uns melden:
Andrea Bothe (andrea.bothe@rubicon-koeln.de, Tel.: 0221 – 27 66 999 45)
Andreas Kringe (andreas.kringe@rubicon-koeln.de, Tel.: 0221 – 27 66 999 47)

Ines-Paul Baumann
Pronomen: er & sie / keins
0221 – 27 66 999 – 37
ines-paul.baumann@rubicon-koeln.de

Dr.in* Sarah Dionisius
Pronomen: keins
0221 – 27 66 999 – 36
sarah.dionisius@rubicon-koeln.de

Steff*an Meschig
Pronomen: keins
0221 – 27 66 999 – 66
stefan.meschig@rubicon-koeln.de

 

Familie

Das rubicon-Team wendet sich mit seinen Angeboten für Regenbogenfamilien an Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und queere Menschen mit Kindern oder Kinderwunsch sowie an familienbezogene Fachkräfte.

Beratung

Sowohl vor der Gründung einer Regenbogenfamilie als auch danach berät das rubicon-Team und bietet kompetente Entscheidungshilfen. Typische Beratungsthemen sind:

  • Lebensplanung mit leiblichen Kindern, Adoptiv- oder Pflegekindern
  • Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
  • soziale, biologische und rechtliche Mutter-, Vater- und Elternschaft
  • Rolle von Co-Elternteilen, Spendern, Großeltern, weiteren (Wahl-)verwandten
  • Herausforderungen und Chancen von Drei- und Vierelternfamilien
  • Verlust, Trauer und Abschied im Kontext von Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Elternsein
  • Familienkrisen, Trennung und Scheidung

Gruppen

In Köln treffen sich mehrere Regenbogenfamilien-Gruppen: von der Kinderwunschgruppe über Krabbelgruppen bis hin zu Treffs für Eltern mit etwas älteren Kindern. Hier gibt es Raum, andere Regenbogenfamilien kennenzulernen. Die Kinder erleben, dass auch andere Kinder ein oder zwei Mamas oder Papas haben oder mehr als zwei Eltern – mit ganz unterschiedlichen geschlechtlichen Identitäten und Lebenskonzepten. Eltern können sich bei den Treffs darüber austauschen, wie es sich in Köln und Umgebung als Regenbogenfamilie lebt und welche besonderen Herausforderungen, aber auch Chancen es in dieser noch jungen Familienform gibt. Neue Familien sind herzlich willkommen. Über die Gruppen im rubicon hinaus gibt es zahlreiche weitere Gruppen und Initiativen in Köln und NRW.

Fortbildung

Das rubicon bietet Fortbildungen für familienbezogene Fachkräfte und Interessierte aus den Bereichen Bildung und Verwaltung zum Thema Regenbogenfamilien an. In den Fortbildungen geht es darum, für die Lebensweisen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und queeren Personen mit Kindern zu sensibilisieren und sich über Möglichkeiten ihrer professionellen Unterstützung auszutauschen.