Antigewalt

Für Vielfalt. Gegen Gewalt und Diskriminierung.

  • landesweit über Diskriminierung, Gewalt und Häusliche Gewalt gegenüber LSBT*I*Q informieren
  • Beratungsangebote für LSBT*I*Q, die Diskriminierung und Gewalt erfahren, zu unterstützen und zu vernetzen
  • Projekte initiieren, die zum Abbau von Gewalt und Diskriminierung beitragen
  • landesweit Diskriminierungs- und Gewaltfälle  dokumentieren
  • innerhalb von Regelstrukturen für die Belange und Lebesnrealitäten von LSBT*I*Q zu sensibilisieren

Der Landeskoordination der Anti-Gewalt Arbeit für Lesben, Schwule und Trans* in NRW werden immer wieder Fälle von zum Teil massiver homo- und trans*-feindlicher Diskriminierung und Gewalt an LSBT*I*Q Geflüchteten gemeldet.
Es ist daher besonders wichtig, dass Beschäftigte in Flüchtlingsunterkünften, Dolmetscher_innen sowie das Personal bei Behörden und Ämtern für die besondere Situation sensibilisiert sind. So können Diskriminierungen verhindert und diese Menschen offen und kultursensibel unterstützt werden.

Schulung
Als landesgeförderte Fachstelle bieten wir seit 2016 kostenfreie Vorträge und Workshops für Sie an, in denen wir zur spezifischen Lage von LSBT*I*Q Geflüchteten informieren und sensibilisieren.
Ihre Handlungs- und Verweisungskompetenz wird gestärkt, so dass Sie in den einzelnen Fällen leichter einschätzen können, was sinnvoll ist und wen Sie zur weiteren Hilfe mit einbeziehen können.

Unser Angebot richtet sich an alle Mitarbeiter_innen einschließlich des Sicherheitspersonals in Unterkünften und Behörden sowie Dolmetscher_innen. Wir möchten Sie dabei unterstützen, LSBT*I*Q Geflüchteten zu helfen, Schutz und Freiheit zu finden und gleichzeitig auch Sie in Ihrer Arbeit entlasten.
Katja Schröder freut sich auf ihre Kontaktaufnahme.

Seit 2018 gibt es für die Schulungen zudem eine Kooperation zwischen Rubicon e.V., der Rosa Strippe e.V, Lebenslust sowie der NRW-Fachberatung „gerne anders!“. Gefördert werden die Fachstelle sowie das Kooperationsprojekt vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Report Violence!
Viele geflüchtete LSBT*I*Q haben in ihren Herkunftsländern in einem homo- und trans*feindlichen Umfeld gelebt, haben Ablehnung und Gewalt durch ihre Familie und ihr soziales Umfeld erfahren, sind Opfer von staatlicher Verfolgung und Gewalt geworden. In Deutschland angekommen, befinden sie sich in Folge in einer besonders vulnerablen Situation. In der Regel werden Geflüchtete in den Geflüchteteneinrichtungen jeweils mit Menschen aus dem Herkunftsland in ein Zimmer gelegt. Das bedeutet aus der Erfahrung von LSBT*I*Q Geflüchteten heraus die größtmögliche Gefahrensituation. Um Gewalt- und Diskriminierungsfälle zu melden und Unterstützung zu finden, können Geflüchtete LSBT*I*Q und sie unterstützende Personen Kontakt zu Ibrahim Willeke aufnehmen. Spontan kann die Beratung auf englisch, arabisch oder deutsch stattfinden. In Einzelfällen begleiten wir Opfer von Gewalt zur Polizei, Krankenhäusern und Behörden.

Niemand muss sich aufgrund der sexuellen oder geschlechtlichen Identität beleidigen, anspucken oder körperlich angreifen lassen. Beschimpfungen sind strafrechtlich relevant, denn homo- und trans*feindlich motivierte Gewalt wird als politisch motivierte Kriminalität eingeordnet.

Die Landeskoordination ist auch Ansprechpartnerin bei Fragen zur polizeilichen Strafanzeige von homo- und trans*feindlicher Gewalt. Wir stehen mit der Polizei in einem fachlichen Austausch.

Mehr Infos zur Kampagne auf deutsch, englisch und arabisch www.ich-zeige-das-an.de

Aus der Antigewaltarbeit hat sich das Kooperationsprojekt Schule der Vielfalt entwickelt, das seit August 2012 in Kooperation mit dem Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, der Initiative SCHLAU und der Beratungsstelle Rosa Strippe in Bochum bei rubicon e.V. angesiedelt ist.
Das erfolgreiche Landesprogramm (www.schule-der-vielfalt.de), das sowohl Schulprojekte durch teilnehmende Projektschulen als auch regelmäßige Fortbildungen im Bildungsbereich beinhaltet, wurde im Herbst 2017 für mindestens weitere fünf Jahre, bis 2023, verlängert.

Die Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit engagiert sich in der Koordinierungsgruppe von Schule der Vielfalt.

Şefik_a Gümüş
Telefon: 0221-27 66 999 – 55
sefika.guemues(at)rubicon-koeln.de

Katja Schröder
Konzeption und Durchführung von Schulungen zur Situation LSBT*I*Q Geflüchteter
Telefon: 0221-27 66 999- 52
katja.schroeder(at)rubicon-koeln.de

Ibrahim Willeke
Intervention, Prävention, Dokumentation und Empowerment
Telefon: 0221-27 66 999- 51
ibrahim.willeke(at)rubicon-koeln.de

 

Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben, Schwule und Trans* in NRW

Die Landeskoordination Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben, Schwule & Trans* in NRW ist eine vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Fachstelle zu den Themen Diskriminierung, Gewalt und Häusliche Gewalt im Leben von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* queeren und nicht binären Menschen. Schwerpunktmäßig bezieht sich die Arbeit der Landeskoordination derzeit auf das Thema Diskriminierung und Gewalt aufgrund der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität

LSBT*I*Q werden jedoch nicht nur aufgrund des Merkmals „sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität“ diskriminiert.
Häufig treten Homo- und Trans*feindlichkeit zusammen mit anderen Machtverhältnissen, wie zum Beispiel Ableismus, Sexismus oder Rassismus auf. Die Landeskoordination ist deshalb bestrebt intersektional und rassismuskritisch zu arbeiten. Sie berücksichtigt in ihrer Arbeit den Aspekt der Mehrdimensionalität von Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen.