pain pride pose

about queerness, discrimination and empowerment

pain pride pose
about queerness, discrimination & empowerment

Eine Ausstellung von baraka & Antidiskriminierungsbüro ADB rubicon
mit Collagen von Nora Hase
An exhibition by baraka & Antidiscrimination Office ADB rubicon
with collages by Nora Hase

VHS-Studienhaus am Neumarkt
Cäcilienstr. 35
50667 Köln
28.08.21 – 08.10.21

15 Lesben, Schwule, Trans*, Queers und Non-Binarys aus 12 verschiedenen Herkunftsländern zeigen sich in großformatigen Foto-Collagen der Schwarzen queeren Fotografin Nora Hase und ihren eigenen Texten. Eine Ausstellung über Aufbrüche, großen Mut, Rassismus, Aufbegehren, Verletzungen, Individualität und den Kampf für Respekt.

Für weitere Fragen steht das Fotoprojektteam gerne zur Verfügung.
Faisal Attar
0221-2766999-34
Gema Rodríguez Díaz
0221-2766999-33

 

seit 16 Jahren ist baraka ein Ort für internationale Queers, ein Ort, wo alle sie selbst sein können, mit ihren vielschichtigen Persönlichkeiten und Lebensrealitäten.
Ein Ort, um sich möglichst diskriminierungsfrei austauschen und Lebenserfahrungen teilen zu können, ein Ort, um Kraft zu schöpfen. Internationale Queers sitzen oft zwischen allen Stühlen, denn sie erleben Diskriminierung sowohl seitens der weißen und cis-heteronormativen Mehrheitsgesellschaft als auch seitens migrantischer Communitys und der weiterhin weiß und deutsch geprägten queeren Communitys. Hinzu kommt, dass Schwarzen Menschen, Indigenen Menschen und People of Color (BIPoC) häufig unterstellt wird, dass sie heterosexuell und cisgeschlechtlich seien – Queers bleiben auch dadurch unsichtbar.

Für pain pride pose haben sich 15 internationale Queers zusammengefunden, um sichtbar zu werden und ein klares Statement zu setzen: Wir sind hier! Was alle eint, ist die Ablehnung von Schubladen und eindimensionalen Kategorien, der Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung und der Wunsch, anderen internationalen Queers Stolz und Kraft zu geben und zu zeigen: Ihr seid nicht allein!

Ein Jahr lang begaben sich die Teilnehmenden mit baraka und dem Antidiskriminierungsbüro ADB rubicon in einen Empowerment-Prozess. Die Kommunikation in Corona-Zeiten war dabei eine sehr komplexe Herausforderung aus Präsenz im rubicon und der LSBTIQ*-Unterkunft für Geflüchtete, aus Online-Konferenzen plus zugeschalteter telefonischer Sprachmittlung, aus 1:1-Gesprächen per Chat, Mails, Telefon und Kurznachrichten.

Auf dem gemeinsamen Weg der Reflexion von Identität, Biografie und ungerechten gesellschaftlichen Verhältnissen entwarfen die Teilnehmenden eigene Bildcollagen, schrieben Texte, waren im Austausch miteinander, wurden einzeln fotografiert und arbeiteten an ihrem finalen Text für die Ausstellung. Die Erfahrungen von Schmerz, die vielen Facetten von Identität und Zugehörigkeit(en) im ständigen Fluss, das Fragmentarische, das Sich-Erkämpfen von Identität, Selbstbewusstsein und (Selbst-)Liebe prägten diesen Prozess der Auseinandersetzung und Selbstermächtigung.

All dies und der tiefgehende, partizipative Dialog mit Nora Hase waren die Grundlage für die Entstehung der ausgestellten Bildcollagen der Fotografin.

Wir sind dankbar, dass wir diesen Prozess begleiten durften,
Faisal, Gema und Charlott,
(das Projekt-Team im rubicon)

For 16 years baraka has been a place for international queers, a place where everyone can be themselves, with their multi-layered personalities and life realities, a place to exchange and share life experiences without discrimination, a place to draw strength. International queers are often caught in the middle, experiencing discrimination from the white and cis-heteronormative majority of society as well as from migrant communities and the still white and German queer community. In addition, Black people, Indigenous people, and People of Color (BIPoC) are often assumed to be heterosexual and cisgender – Queers remain invisible.

For pain pride pose 15 international queers have come together to become visible and make a clear statement: We are here! What unites them all is the rejection of pigeonholes and one-dimensional categories, the fight against racism and discrimination – and the desire to give pride and strength to other international queers and to show them: You are not alone!

For a year, participants embarked on an empowerment process with baraka and the ADB rubicon. Communication in COViD 19 times was a very complex challenge, consisting of presence at rubicon and the LGBTIQ+ shelter for refugees, of online conferences plus telephone language mediation, of 1:1 conversations via chat, e-mails, telephone and short messages.

On the common path of reflecting on identity, biography and unjust social conditions, the participants designed their own image collages, wrote texts, were in exchange with each other, were photographed individually and worked on their final text for the exhibition. The experience of pain, the many facets of identity and belonging(s) in constant flux, the fragmentary, the struggle for identity, self-awareness and (self-)love shaped this process of engagement and self-empowerment.

All of this and the profound, participatory dialogue with Nora Hase were the basis for the creation of the photographer’s exhibited image collages.

We are grateful to have been able to accompany this process,
Faisal, Gema and Charlott
(the project team at rubicon)

 

Für pain pride pose haben sich 15 internationale Queers aus 12 Herkunftsländern zusammengefunden, um in großformatigen Foto-Collagen sichtbar zu werden und ein klares Statement zu setzen:
Wir sind hier!
Sie wollen sich gegen Rassismus und Diskriminierung stark machen und anderen internationalen Queers Stolz und Kraft geben, indem sie zeigen: Ihr seid nicht allein!

Über ein Jahr lang begaben sich die Teilnehmenden mit baraka und dem Antidiskriminierungsbüro ADB rubicon in einen Empowerment-Prozess. Auf dem gemeinsamen Weg der Reflexion von Identität, Biografie und ungerechten gesellschaftlichen Verhältnissen entwarfen die Teilnehmenden eigene Bild-Collagen, schrieben Texte, waren im Austausch miteinander, wurden einzeln fotografiert und arbeiteten an ihrem finalen Text für die Ausstellung.

Die queere Schwarze Künstlerin Nora Hase fotografierte die Teilnehmenden. Die Collagen, Texte und der fortwährende Austausch mit ihnen, waren für die Fotografin die Grundlage ihrer Arbeit an den digitalen Foto-Collagen. pain pride pose erzählt bewegende, spannende, schmerzvolle und starke Geschichten, die gleichzeitig persönlich und kollektiv sind.

Für weitere Fragen steht das Fotoprojektteam gerne zur Verfügung.

Faisal Attar
0221-2766999-34

Gema Rodríguez Díaz
0221-2766999-33