IDAHOBIT* 2021: Obwohl wir über Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie sprechen, müssen wir es Hass nennen

Der 17. Mai ist der internationale Tag gegen den Hass auf queere Menschen. Es wird gefeiert, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität am 17. Mai 1990 von der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen hat. Das ist nun 31 Jahre her.

Seither wurden Fortschritte in Bezug auf die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, intergeschlechtlichen, transgeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBTIQ*) gemacht. Gleichzeitig gibt es kontinuierliche institutionelle und soziale Gewalt gegen LSBTIQ*. Laut Bericht des Innenministeriums vom 4. Mai 2021, stieg die Anzahl der Straftaten gegen LSBTIQ* in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 36 %. Die Freiheit von Körpern und Sexualitäten, die sich außerhalb der sogenannten „binären Normalität“ bewegen, wird vermehrt angegriffen.

Der heutige Tag ist wichtig, um an den Kampf für Entpathologisierung, Rechte, Selbstbestimmung und Sichtbarkeit von multiplen Identitäten zu erinnern. 

Besonderes Augenmerk sollte dieser Tage auf den Menschen liegen, die neben Queer-Feindlichkeit auch noch andere Formen von Diskriminierung erleben. Deshalb müssen wir uns auch am IDAHOBIT* geschlossen gegen Rassismus positionieren – denn etliche LSBTIQ* erleben auch Rassismus.

Seit Januar 2021 bietet die Antidiskriminierungsberatung im rubicon e.V. in Köln Menschen, die diskriminiert werden, eine Anlaufstelle. Hier finden Sie Beratung und Unterstützung. Ein neuer Flyer macht auf Deutsch und Englisch auf die Angebote aufmerksam.

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