Call für „Die Kleine Hausapotheke für die großen Entscheidungen“

Die „Kleine Hausapotheke gegen den cis-normativen Alltag“, die wir im Januar 2021 endlich veröffentlichen konnten, ist
schnell eine begehrte Broschüre in Trans Beratungskontexten und in der Community geworden. Sie hat ihren Weg an die
Uni und in Bibliotheken gefunden. Therapeut_innen nutzen die Texte für ihre Arbeit. Mittlerweile versenden wir schon die
dritte Auflage!

Inspiriert von eurem Feedback, aber auch von den Texten aus den ersten Hausapotheke, wollen wir eine zweite Runde
wagen: Die Kleine Hausapotheke für die großen Entscheidungen.

Diesmal soll es um Erfahrungen gehen und wie sie sich und uns im Laufe der Zeit verändern. Dazu suchen wir Texte von
Menschen, die vor einigen Jahren beschlossen haben, ihren Körper anzugleichen – oder eben auch nicht.
Aber auch von Menschen, die noch im Entscheidungsprozess sind, sind eingeladen, sich zu beteiligen!

Schickt uns eure Reflektionen und Erfahrungsberichte über eure Entscheidungsfndung für oder wider bestimmte
Prozesse oder Eingriffe: Wie hat es sich angefühlt? Wie hat sich eure Haltung zu den Entscheidungen verändert? Bereut
ihr Schritte? Warum oder warum nicht? Habt ihr Schritte rückgängig gemacht? Welche Körpererfahrungen habt ihr über
die Jahre gemacht? Wie lebt es sich heute damit? Was sind Sorgen oder Ängste?

Zur Anregung hier noch ein paar weitere Fragen, die uns aus eurer Perspektive interessieren:

• Welche tollen Erfahrungen hast Du in der Zeit mit tollen Menschen gesammelt?

• Wie hat Dein Umfeld Dich unterstützt?

• Welche Rolle hat ein Kinderwunsch gespielt?

• Wie wichtig war es für Dich als Mann, Frau, trans oder nicht binärer Mensch wahrgenommen zu werden? Wie
siehst Du das heute?

• Welche Ängste hattest Du, welche Ängste haben sich bewahrheitet und welche nicht?

• Jung sein, mittel alt sein und alt sein: Welche Rolle spielen die Zeit und die Lebensabschnitte?

• Welchen Einfluss hatte es, körperlich oder psychisch be_hindert zu sein/werden?

• Wie hat sich Deine (A-)Sexualität/Intimität/Begehren entwickelt?

• Wie haben sich Migration, Flucht und Rassismus auf deine Entscheidungen ausgewirkt?

• Welchen Einfluss hatte Gewalt, die Du erlebt hast?

Wir freuen uns auf Perspektiven von trans, inter, nicht-binären, genderqueeren, agender und gender non-conforming (gnc)
Menschen. Wir laden explizit trans feminine Personen, QTBIPoCs, Menschen mit Fluchterfahrung, Menschen, die behindert
werden und neuro-diverse Menschen ein, sich zu beteiligen!

Wir planen keine „wissenschaftliche“ Veröffentlichung, sondern suchen persönliche, unangepasste, kritische, lustige,
interessante, nachdenkliche, vielfältige Perspektiven auf die Themen.
Es können Essays, Briefe, Interviews, Collagen, Gedichte, Ratgeber, oder, oder sein – wir freuen uns auf eure Einfälle und
Texte! Die Veröffentlichungen sind auch anonym oder unter einem Pseudonym möglich.

Die Hauspotheke steht für Peer-to-Peer-Veröffentlichung. Das heißt, dies ist eine unkonventionelle Beratungsbroschüre
von trans/nicht-binären/inter/gnc-Personen für trans/nicht-binäre/inter/gnc Personen.

Merit, Helix und Jespa

Praktisches:

  • Textlänge (Fließtexte) zwischen 1500 – 3000 Wörter (Times New Roman, Schriftgröße 12), bitte als .doc- oder .docxDateien
  • Gedichte: maximal 3 Seiten (Din-A4). Bei besonderen Layout-Bedarfen bitte Hinweise, was zu berücksichtigen ist.
  • Bilder: größtmögliche Auflösung, bitte .png- oder .jpeg-Dateien.
  • Bitte schickt uns auch direkt einen biografschen Text über euch (maximal 500 Wörter).
  • Die fertigen Texte bitte bis zum 01.10.2022 einreichen unter:
    merit.kummer@rubicon-koeln.de

Wenn ihr euch unsicher seid, ob euer Text passend ist, schickt uns bitte bis zum 01.09.2022 ein Exposé (maximal 500 Wörter).
Für die Texte, die in die Hausapotheke aufgenommen werden, können wir ein kleines Honorar zahlen.